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Geschäftskunde

Lexikon

Fachbegriffe in unserem Shop können Sie sich erläutern lassen, indem Sie den Mauszeiger darüber bewegen.
Hier sind sie nochmals alle zusammengefasst in alphabetischer Reihenfolge.

Buchstabe A

Ablesbarkeit [d]

Kleinster ablesbarer Gewichtswert bei einer Digitalanzeige.

Akkreditierung

Formelle Anerkennung eines hohen Leistungsstandard, der nach anerkannten internationalen Regeln nachgewiesen und periodisch von einer anerkannten Stelle überprüft wird.
Die Berechtigung, DKD-Kalibrierscheine z. B. für Waagen und Gewichte auszustellen, setzt eine Akkreditierung des Kalibrierlaboratoriums nach DIN/ISO 17025 "Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien" voraus.

Alibispeicher

Bei eichpflichtigen Wägungen, die über einen angeschlossenen PC ausgewertet und weiterverarbeitet werden (z. B. Ausdruck eines Lieferscheines über einen PC statt über einen direkt an der Waage angeschlossenen Drucker) wird vom Eichgesetz im Rahmen des Verbraucherschutzes eine elektronische Archivierung mittels eines eichfähigen, nicht-manipulierbaren Datenspeichers vorgeschrieben. Alibispeicher von KERN erfüllen diese Forderung. Sie dienen zur papierlosen Archivierung von Wägeresultaten. Bei KERN ist der Alibispeicher in der Waage, direkt zwischen Wägewertermittlung und der Ausgabe an den PC, eingebaut. Alle an den PC übermittelten Daten werden mit Datum, Uhrzeit und allen wichtigen Wägewerten für mindestens 3 Monate gespeichert. Diese gespeicherten Datensätze können jederzeit an der Waage angezeigt werden. Die Daten des Alibispeichers können nur gelöscht, aber nicht geändert werden.

ATEX

Abgeleitet von ATmosphère EXplosibles. Synonym für Leitlinien der EU, die die Beschaffenheit und den Einsatz von Betriebsmitteln in gefährdeten Industrieumgebungen regeln, in denen Explosionsgefahr besteht, z. B. durch Umgang mit brennbaren Substanzen, die in größerer Konzentration in Form von Gasen, Nebel, Dämpfen oder Staub vorliegen. Vgl. hierzu Richtlinie 2014/34/EU sowie 1999/92/EG.

Auflösung einer Waage

Die Auflösung in Punkten errechnet sich aus Wägebereich [Max] dividiert durch Ablesbarkeit [d]], z. B. [Max] 420 g : [d] 0,001 g = 420.000 Punkte. Die Auf­lösung ist ein Qualitätsmerkmal – je höher, desto besser.

AUTO-OFF-Funktion

Batteriebetriebene Waagen schalten bei Nichtgebrauch nach einer bestimmten Zeit zur Batterieschonung ab.

Buchstabe B

Bauartzulassung für Waagen

Strenges Prüfverfahren ob eine Waage den eichtechnischen Anforderungen genügt. Eichen kann man eine Waage nur, wenn eine Bauartzulassung einer Benannten Stelle vorliegt.
Benannte Stelle

Benannte Stelle

Neutrale und unabhängige, meist staatliche Stellen, die von der EU förmlich benannt sind. Sie sind eingeschaltet im Bereich des Eichwesens bei Konformitätsbewertungen (Ersteichungen) und Baumusterprüfungen im Rahmen von Bauartzulassungen.

Buchstabe C

CAL

Über CAL-Taste auf dem Bedienfeld oder im TouchDisplay des Auswertegeräts oder den Menüpunkt CAL wird die Justierung der Waage mit einem Prüfgewicht ausgelöst, dies garantiert stets die hohe Genauigkeit der Waage.

CE - Zeichen

Dieses bescheinigt, dass das betreffende Gerät mit allen anwendbaren europäischen Richtlinien konform ist.

Checkweigher

Selbsttätige, also automatisch arbeitende, Kontrollwaage für gleichartiges Wägegut, wie z. B. Fertigpackungen.

Buchstabe D

DAkkS = Deutsche Akkreditierungstelle

Neugeschaffene Dachorganisation in Deutschland seit 2009. Hierzu gehört im Bereich Metrologie auch der DKD.
Siehe auch EA

DAkkS-Kalibrierung

Siehe Kalibrierung.
Darüber hinaus dokumentiert sie die Rückführung auf das nationale Normal und entspricht damit den konkreten normativen Anordnungen von QM - Systemen. DKD-Kalibrierungen besitzen internationale Gültigkeit.
Das durch die DAkkS akkreditierte Kalibrierlaboratorium von KERN kann für einwandfreie elektronischen Waagen, Prüfgewichte, Kraftmessgeräte sowie Temperatur- und Feuchtesensoren markenunabhängige akkreditierte Kalibrierungen vornehmen.

Datenschnittstelle

Zum Anschluss der Waage an einen Drucker, PC, Tablet, Smartphone, Netzwerk oder eine Zweitwaage. Die verfügbaren Schnittstellen sind beim Modell vermerkt. Typische Schnittstellen sind z. B. RS-232, RS-485, USB, Bluetooth, WLAN, Digital I/O, DUAL, LAN etc. Die Schnittstellenparameter sind über die Waage einstellbar.

Datenschnittstelle Infrarot

Zur Datenübertragung von Messinstrument zu Drucker, PC oder anderen Peripheriegeräten.

Dichtebestimmung

Eine der Haupteinsatzgebiete von Laborwaagen ist die Bestimmung von Dichte, also die Ermittlung des spezifischen Gewichtes von Flüssigkeiten und Feststoffen. Hierzu werden hochgenaue Präzisions-/Analysenwaagen und ein Dichtebestimmungsset benötigt. Besonders komfortabel wird es, wenn die Dichte gleich von der Waage berechnet und ausgegeben wird. Als besonders präzise hat sich die Dichtebestimmung von Flüssigkeiten und Feststoffen nach der Auftriebsmethode durch Wägung (Archimedisches Prinzip) herauskristallisiert.

a) Dichtebestimmung von Flüssigkeiten: Über eine Auftriebsmessung durch Tauchen eines Senkkörpers mit bekanntem Volumen in die zu messende Flüssigkeit., 10 cm3, Auflösung 1 mg/cm3.

b) Dichtebestimmung von Feststoffen: Die Probe wird einmal in Luft (A) und anschließend in einer Hilfsflüssigkeit mit bekannter Dichte (B) gewogen. Die Dichte des Feststoffes (ρ) wird wie folgt berechnet: ρ = A/(A-B) × ρ0 ρ = Dichte der Probe
A = Gewicht der Probe in Luft
B = Gewicht der Probe in Hilfsflüssigkeit
ρ0 = Dichte der Hilfsflüssigkeit

Anwendungen:

  • Werkstoffanalysen
  • Fertigpackungskontrolle (nach FPVO), wenn die Ware nach Volumen [cm3] verkauft wird. Dieses Volumen wird aus Gewicht [g] : Dichte [g/cm3] errechnet.

DKD = Deutscher Kalibrierdienst

Im DKD sind Kalibrierlaboratorien von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten, technischen Behörden, überwachungs- und Prüfinstitutionen zusammengeschlossen. Sie werden vom DKD akkreditiert und überwacht. Sie führen Kalibrierungen von Messgeräten und Maßverkörperungen für die im Rahmen der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messbereiche durch.
Die von ihnen ausgestellten DKD- Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die Rückführung auf nationale Normale, wie sie von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC 17025 gefordert wird.

DKD- Laboratorien haben eine hohe messtechnische Kompetenz. In einem verbindlich festgelegten Konformitätsverfahren ist sichergestellt, dass bei der Messgeräte- Prüfung garantiert nur validierte Messmethoden und korrekt rückgeführte Messmittel zur Anwendung kommen.

Kalibrierungen durch DKD- Laboratorien geben dem Anwender Sicherheit für die Verlässlichkeit von Messergebnissen, erhöhen das Vertrauen der Kunden und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen und internationalen Markt und dienen als messtechnische Grundlage für die Mess- u. Prüfmittelüberwachung im Rahmen von Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Im DKD werden Kalibriermöglichkeiten für Länge, Winkel und andere geometrische Messgrößen wie Rauheit, Koordinaten- und Formmesstechnik, elektrische Messgrößen, Waagen und Prüfgewichte, Kraft und Drehmoment, Volumen, Druck, Temperatur, Feuchte, für Zeit und Frequenz, Beschleunigung, Durchfluss, medizinische Messgrößen, optische Messgrößen, ionisierende Strahlung und weitere Messgrößen angeboten.

Die Gründung des DKD erfolgte 1977 mit den Zielen:
  1. Privatisierung von seither staatlich Aufgaben
  2. Deregulierung und Abbau von technischen Handelshemmnissen.

Der DKD versteht sich als eine Gemeinschaftsaufgabe des Deutschen Staates mit der deutschen Wirtschaft zur Festlegung von messtechnischen Regeln bei der Kalibrierung von Messgeräten.
Der Deutsche Kalibrierdienst ist der verlängerte Arm des Staates. Er wird messtechnisch unmittelbar von der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig unterstützt.
Die DKD- Kalibrierung garantiert richtige, international vergleichbare und auditfähige Messdaten.
DKD - Kalibrierzertifikate habe internationale Gültigkeit, so auch in der gesamten europäischen Union (EU). Die rechtliche Grundlage regelt die EA European Cooperation for Accreditation (früher WECC bzw. EAL).

DMS = Dehnungsmessstreifen

Streifenförmiger, elektrischer Widerstand, der auf einen elastischen Verformungskörper aus Aluminium/Stahl aufgeklebt wird. Die Messwertermittlung erfolgt über die Änderung des Widerstandes des mechanisch verformten DMS.

Drahtlose Kommunikation

bei KERN Waagen zwischen Plattform und Auswertegerät über integriertes Funkmodul. Reichweite bei Sichtverbindung modellabhängig ca. 10 - 20 m

Dreibereichs-Waage (Triple-range-Waage)

Im Zuge aufsteigender Belastung automatische Umschaltung in den nächstgrößeren Bereich. Wägebereiche [Max] und Ablesbarkeit [d], siehe Tabelle beim Waagenmodell

Buchstabe E

Eichen

Es können nur bauartzugelassene Waagen amtlich geeicht werden. Diese Waagen sind mit M gekennzeichnet. Die Eichung schreibt der Staat unter anderem im geschäftlichen Verkehr vor. Sie dient dem Verbraucherschutz.

Eichfähige Waagen

Diese Lieferform gibt es nicht mehr. Lieferbar sind nur noch "geeichte Waagen" - neuerdings "konformitätsbewertete Waagen".

Eichfehlergrenze

Maximal zulässige Toleranz (nach Plus und Minus) von eichpflichtigen Messgeräten bei der Eichprüfung.

Eichgültigkeitsdauer von Waagen

Alle Eichklassen generell 2 Jahre, bei Kontrollwaagen generell 1 Jahr, nach Ablauf muss die Waage nachgeeicht werden.

Eichklassen von Waagen

Klasse I – Analysenwaage (Feinwaage)
Klasse II – Präzisionswaage
Klasse III – Industriewaage (Handelswaage)

Eichung

Eichen, nach neuer Begrifflichkeit „Konformitätsbewerten“. Es können nur Waagen mit Bauartzulassung konformitätsbewertet werden. Diese Waagen tragen das Metrologiekennzeichen M. Die Konformitätsbewertung schreibt der Staat vor und sie dient dem Verbraucherschutz. Nach der EU-Richtlinie 2014/31/EU müssen Waagen amtlich konformitätsbewertet („geeicht“) sein, wenn sie wie folgt verwendet werden:

a) Im geschäftlichen Verkehr, wenn der Preis einer Ware durch Wägung bestimmt wird.
b) Bei der Herstellung von Arzneimitteln in Apotheken sowie bei Analysen im medizinischen und pharmazeutischen Labor.
c) Zu amtlichen Zwecken.
d) Bei der Herstellung von Fertigpackungen.
e) In der Heilkunde.

Jede Waage wird von KERN geprüft und mit der Konformitätskennzeichnung versehen. Damit ist ihre Genauigkeit im Rahmen der zulässigen Toleranzen bestätigt. Der Geltungsbereich der EU-Eichung erstreckt sich auf alle Mitgliedsstaaten der EU (Europäische Union).

Eichung einer Waage mit Justierautomatik bzw. Justierschaltung CAL INT

Vorstehende Einschränkungen zum Aufstellungsort entfallen, da die Justierautomatik auch nach der Eichung bedienbar bleibt, also nicht versiegelt wird. In diesem Fall ist die Eichung standortunabhängig.

Eichung einer Waage mit Justierprogramm CAL EXT

Das Justierprogramm wird nach der Eichung durch eine amtliche Marke versiegelt. Die Eichung gilt nur für den angegebenen Aufstellungsort (siehe auch Erdanziehung).
Zur Eichvorbereitung ist deshalb die Angabe des Aufstellungsortes mit Postleitzahl (PLZ) nötig. Hinsichtlich Eichung im Werk oder am Aufstellungsort, siehe jeweilige Modellangaben.

Eichwert [e]

Maß für die Eichtoleranz (Fehlergrenzen), je nach Waage zwischen Ablesbarkeit 1 [d] und 10 [d]
➔ Ablesbarkeit

Elektromagnetische Kraftkompensation

Mittels einer Spule in einem Permanentmagneten wird eine Gegenkraft erzeugt, welche der Last des zu messenden Gewichts auf der Waagschale entspricht. Mit dieser Gegenkraft wird das Gleichgewicht gehalten. Die Messwertermittlung erfolgt über die Änderung des Spulenstroms.

FORCE

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Störfestigkeit, z. B. einer Waage gegen Falschanzeige durch elektromagnetische Strahlung in ihrer Nähe.

Erdanziehung

Ist von erheblichem Einfluß auf die Genauigkeit von elektronischen Waagen. Da ihre Stärke an jedem Ort der Erde verschieden ist, müssen Waagen standortabhängig justiert werden.
Justieren des Wägebereiches einer Waage

Buchstabe F

Factory

So gekennzeichnete Optionen können nur im Werk ausgeführt werden.

Fehlergrenzen für geeichte Waagen

Zulässige Anzeigen-Toleranz nach Plus und Minus.
Man unterscheidet Ersteichfehlergrenzen und Verkehrsfehlergrenzen bei der Nacheichung. Diese sind bei nichtselbsttätigen Waagen doppelt so groß wie die Ersteichfehlergrenzen.

Fertigpackungs-Verordnung (FPVO)

Stellt die korrekte Befüllung von Fertigpackungen z. B. im Lebensmittelbereich sicher. Die zulässigen Gewichts-Toleranzen regelt das Eichgesetz.

Filter zur Anpassung an die Umgebungsbedingungen

Erschütterungen werden ausgefiltert, indem man die Zahl der waageninternen Messzyklen erhöht, d. h. die Integrationszeit verlängert.

FORCE

Mittels einer Spule in einem Permanentmagneten wird eine Gegenkraft erzeugt, welche der Last des zu messenden Gewichts auf der Waagschale entspricht. Mit dieser Gegenkraft wird das Gleichgewicht gehalten. Die Messwertermittlung erfolgt über die Änderung des Spulenstroms.

Elektromagnetische Kraftkompensation

Buchstabe G

Geeichte/nicht zur Eichung

Messtechnisch nahezu identisch. Bei der geeichten Waage sind einige Details gesetzlich vorgeschrieben, z. B. geschützte Software, zusätzliche Aufschriften.

Genauigkeitsanforderungen an Messgeräte

im Bereich des Qualitätsmanagement, siehe Messmittel im QM-System

GLP

= Gute Laborpraxis

In Qualitätssicherungssystemen wird eine Protokollierung von Wägeergebnissen sowie der korrekten Waagenjustierung unter Angabe von Datum und Uhrzeit sowie der Waagen-Identifikation verlangt. Am einfachsten über angeschlossenen Drucker möglich.

ISO/GLP-Protokollierung

Buchstabe H

HACCP

= Hazard Analysis and Critical Control Points
= Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte. Das HACCP-Konzept ist ein vorbeugendes System, das die Sicherheit von Lebensmitteln gewährleisten soll. In der EG-Verordnung 852/2004 ist die Anwendung des HACCP-Konzeptes für alle Unternehmen, die mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln beschäftigt sind vorgeschrieben.

Hinterleuchtung

Sehr kontrastreiche Anzeige, die auch im Dunkeln sehr gut abgelesen werden kann. Der erhöhte Stromverbrauch führt zu einer kürzeren Betriebsdauer bei Akku- oder Batteriebetrieb.
Die bei KERN angegebene Betriebsdauer bezieht sich immer auf ausgeschaltete Hinterleuchtung.

Hochauflösende Waagen

Die Auflösung liegt in der Regel über 100.000 Punkten.

Hold-Funktion

Bei Wägestillstand wird die Gewichtsanzeige automatisch bis zur Betätigung der HOLD-Taste "eingefroren".

Buchstabe I

ILAC

= International Laboratory Accreditation Cooperation
Regelt die internationalen Belange der Akkreditierung.
Der DakkS ist in der ILAC eingebunden.

ISO 9000ff

Qualitätsmanagement-System, in Form einer DIN-Norm zur Qualitätssicherung in einem Unternehmen.

ISO-Kalibrierung

Prüfung von Messgeräten auf ihre Richtigkeit nach einem anerkannten, aber nicht akkreditieren, Verfahren.

ISO/GLP-Protokollierung

In Qualitätssicherungssystemen wird eine Protokollierung von Wägeergebnissen sowie der korrekten Waagenjustierung unter Angabe von Datum und Uhrzeit sowie der Waagen-Identifikation verlangt. Am einfachsten über angeschlossenen Drucker möglich.

Buchstabe J

Junction Box

Zum Anschluss und einfachen Eckenabgleich von mehreren Lastzellen.

Justieren des Wägebereiches einer Waage

Entweder mit dem Prüfgewicht extern über das Justierprogramm (CAL) oder mit der internen Justierautomatik bzw. Justierschaltung.
Notwendig bei Temperaturänderungen, veränderten Umgebungsbedingungen, Ortsveränderungen usw. Tägliche Routinekontrolle empfehlenswert.

Justieren eines Messgeräts

Exaktes Einstellen einer Messgröße durch einen fachmännischen Eingriff in das Messsystem.

Buchstabe K

Kalibrier-Intervall

➔ Rekalibrierungsfristen

Kalibrieren eines Messgeräts

Feststellen der Richtigkeit einer Messgröße ohne Eingriff in das Messsystem. Beispiel: Prüfen einer Waage durch Auflegen eines Prüfgewichts. Der Begriff "Kalibrieren" wurde früher auch für das Justieren verwendet.

Kalibrieren oder Eichen

DAkkS-kalibrieren kann man jede einwandfreie Waage. Die DAkkS-Kalibrierung (DKD) ist eine vom Staat überwachte private Dienstleistung zur Sicherstellung hoher Qualitätsanforderungen gemäß DIN EN ISO 9000ff und anderer Normen, beispielsweise in der Produktion oder Forschung. Eichen (konformitätsbewerten) kann man nur bauartzugelassene Waagen mit dem Metrologiekennzeichen
Eichen

Kalibriermarke

Gibt Auskunft über:
  • Identifikationsnummer des Gerätes
  • Das Kalibrierlaboratorium
  • Datum der letzten Kalibrierung

Kalibrierschein

Dokumentiert die Feststellung einer Kalibrierung. Der Kalibrierschein mit Akkreditierungssymbol hat einen genau festgelegten Inhalt. Seine Aussagen sind verbindlich. Er ist international gültig.

Kapazitätsanzeige

Ein ansteigendes Leuchtband im Display der Waage zeigt den belegten und noch verfügbaren Wägebereich an.

KCP

= KERN Communication Protocol
Das KERN Communication Protocol (KCP) ist ein standardisierter Schnittstellen-Befehlssatz für KERN-Waagen und andere Instrumente, der das Abrufen und Steuern aller relevanten Parameter und Gerätefunktionen erlaubt. KERN Geräte mit KCP kann man so ganz einfach in Computer, Industriesteuerungen und andere digitale Systeme integrieren.

Kleinstes Teilegewicht beim Zählen

Kleinstes Stückgewicht, welches eine Waage zur Stückzählung annimmt. Beim jeweiligen Modell in der Produktdatentabelle mit "g/Stück" angegeben.

Kompatibilitätsnachweis

Damit wird die eichtechnische Verträglichkeit bei Kombinationen von wägetechnischen Modulen wie Anzeigegeräte, Wägezellen und Verbindungselementen dokumentiert.

Konformitätsbescheinigung

Sie wird bei Waagen im Zuge der Erst-Eichung durch das Eichamt ausgestellt. Sie gilt als Nachweis der Einhaltung und Übereinstimmung mit den Eichvorschriften. Mit vorliegen der Konformitätsbescheinigung kann der Hersteller die Konformität erklären, die Waage ist damit dann geeicht. (Dieses Verfahren ist das Konformitätsberwetungsverfahren nach Modul F.)

Konformitätsbewertung

Verfahren zur Bestätigung von zugesicherten Eigenschaften nach anerkannten Regeln. Bei Waagen betrifft dies die Eichung.

Konformitätserklärung des Herstellers

Der Hersteller erklärt, dass die auf das Produkt anwendbaren EU-Richtlinien erfüllt sind. Bei elektronischen Waagen immer in Verbindung mit dem CE-Zeichen.

Konventioneller Wägewert bei Gewichtstücken

Jeder Körper erfährt in Luft einen relativ kleinen Gewichtsverlust = Auftrieb. Dieser muss bei genauen Wägungen berücksichtigt werden. Um diese „Verfälschung“ im täglichen Gebrauch auszuschließen, werden alle Gewichte auf die in der EU-Richtlinie R111 festgelegten Einheitsbedingungen justiert, d. h. es werden angenommen: Werkstoffdichte der Gewichte 8000 kg/m3, Luftdichte 1,2 kg/m3 und Messtemperatur 20° C.

Buchstabe L

Linearität

Größte Abweichung der Gewichtsanzeige einer Waage zum Wert des jeweiligen Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich.

Luftauftrieb

Jeder Körper erfährt in Luft einen relativ kleinen Gewichtsverlust = Auftrieb. Dieser muss bei genauen Wägungen berücksichtigt werden. Um ihn in der Praxis zu neutralisieren, ist der konventionelle Wägewert eingeführt worden. Der Luftauftrieb muss allerdings bei der Bestimmung der Masse eines Körpers (gewogen im luftleeren Raum) berücksichtigt werden.

Buchstabe M

M

"Grünes M", genauer schwarzes M auf grünem Kennzeichnungschild an EG-geeichten Waagen Bescheinigt die Konformität mit der aktuellen EU-Richtlinie für nichtselbsttätige Waagen. Immer in Verbindung mit dem CE-Zeichen.

Markierung der Gewichte

Die Markierung der Gewichte ermöglicht es, Gewichte mit gleichem Nennwert anhand der letzten Ziffern der Seriennummer besser voneinander zu unterscheiden. Wenn Sie eine individuelle Markierung Ihrer Gewichte wünschen, kontaktieren Sie uns bitte direkt, und wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

Mehrbereichswaage

Mehrbereichswaagen haben mehrere Wägebereiche mit unterschiedlichen Höchstlasten und unterschiedlichen Ziffernschritten. Die Umschaltung erfolgt bei zunehmender Last automatisch, zurück in den niedrigeren Wägebereich erfolgt die Umschaltung nur dann, wenn die Waage komplett entlastet wird. ➔ Mehrteilungswaage

Mehrteilungswaage

Bei Mehrteilungswaagen ist der Wägebereich mehrfach untergliedert mit einer jeweils anderen Ablesbarkeit. Die Ablesbarkeit [d] ändert sich bei zunehmender und abnehmender Last automatisch. ➔ Mehrbereichswaage

Memory

Waageninterne Speicherplätze, z. B. für Taragewichte, Wägedaten, Artikeldaten usw.
➔ PLU

Messgenauigkeit

Sie wird individuell für jede Waage nach einem genau festgelegten Prüfverfahren ermittelt und im Kalibrierschein dokumentiert. Sie hängt von verschiedenen waageninternen und externen Faktoren ab. Die Messunsicherheit steigt mit zunehmender Belastung der Waage. (➔ Messunsicherheit)

Messunsicherheit einer Waage (=Messungenauigkeit)

Die Messunsicherheit eines Messgerätes ist ein objektives Maß für seine Genauigkeit und damit eine korrekte Aussage für seine angemessene Verwendung. Die Eignung eines Messgerätes für einen bestimmten Prozess ist bei bekannter Messunsicherheit sehr einfach und sicher festzustellen. Sie wird individuell für jede Waage nach einem genau festgelegten Prüfverfahren ermittelt und im ➔ Kalibrierschein dokumentiert. Sie hängt von verschiedenen waageninternen und externen Faktoren ab. Die Messunsicherheit steigt mit zunehmender Belastung der Waage.

Mindesteinwaage

Gibt das kleinste zu wiegende Gewicht an, in Abhängigkeit der gewünschten Prozessgenauigkeit.

Mindestlast [Min]

Untere Grenze des eichfähigen Wägebereiches. Sie ist auf dem Eichschild vermerkt. Die Funktion der Waage ist auch unterhalb der Mindestlast gegeben.

Buchstabe N

Netto-Total

= Gesamtgewicht aller Mischungsbestandteile einer Rezeptur ohne das Gewicht des Behälters.

Newton

Maßeinheit für die physikalische Größe Kraft. Ein Newton ist die Kraft, die man benötigt, um einen ruhenden Körper mit der Masse 1 kg innerhalb von einer Sekunde auf die Geschwindigkeit 1 m/s zu beschleunigen. Aufgrund der mittleren Erdbeschleunigung auf Meereshöhe von 9,81 m/s2, erfährt ein Körper der Masse 1 kg dort eine Gewichtskraft von 9,81 N.

Nivellieren

Waagrechtstellen einer Waage mit Fußschrauben und Libelle. Bei geeichten Waagen vorgeschrieben, denn Schrägstellung bedeutet Messfehler.

Normale

Basis jeder Messung ist der Bezug auf ein gültiges Normal. Beispiele: Parallelendmaße, elektrische Widerstände, Gewichtstücke, usw. Diese nennt man Maßverkörperungen.
Ein Normal kann auch ein sehr präzises Messgerät sein. z. B. die Normalzeit-Uhr.
Die Normale sind hierarchisch nach Genauigkeitsklassen eingestuft. Im praktischen Gebrauch sind es Werksnormale, in der oberen Spitze sind es die nationalen oder internationalen Normale.
Bei Gewichtstücken ist dies in Deutschland das nationale Masse-Normal bei der PTB. Dieses ist wiederum an das Ur-Kilogramm in Paris angeschlossen.
Die Gewichts-Normale bei KERN sind in strenger Rückführung über die PTB an das nationale deutsche Normal angeschlossen.
Normale mit niedrigerer Hierarchie wie Werksnormale werden sowohl zum Justieren eines Messgerätes, und - wenn sie rückgeführt sind - auch zu dessen Kalibrierung verwendet.

Buchstabe O

OIML

"Organisation Internationale de Metrologie Legale"
Regelt international die eichtechnischen Belange von Messgeräten.
Für Gewichtstücke gilt die OIML R 111- 2004

Buchstabe P

PLU (Price Look Up)

"Price Look Up".
Hierunter versteht man Datenspeicher in preisrechnenden Ladenwaagen für Grundpreise von Verkaufsartikel.
Memory

PRE-TARE

Eingabe und Speicherung eines Taragewichts (z. B. Behältergewicht) durch Wiegen oder manuelle Eingabe über die Waagentastatur vor dem eigentlichen Wiegevorgang. Beim anschließenden Aufsetzten des Tarabehälters zeigt die Waage sofort Null – spart Zeit. Besonders nützlich z. B. bei Füllmengenkontrollen
➔ Tarieren, automatisch

Prozentbestimmung (Beispiel)

Referenzgewicht einer Probe vor der Trocknung 50 g = Waagenanzeige 100 %. Nach der Trocknung 40 g = Waagenanzeige 80 % absolut (Trockenmasse) oder 20 % relativ (Feuchte).

Prüfgewicht extern (früher Kalibriergewicht)

Dient zur Einstellung oder Überprüfung der Waagengenauigkeit ➔ Justieren des Wägebereiches. Das externe Prüfgewicht kann jederzeit, auch nachträglich, DAkkS-kalibriert werden

Prüfgewicht intern

Wie externes Prüfgewicht, jedoch in die Waage eingebaut und motorgetrieben.

Prüfgewichte-Genauigkeitsklassen

und ihre allgemeinen Zuordnungen zu den Waagentypen:
  • E2 Genaueste Prüfgewichte für hochauflösende Analysenwaagen der Eichklasse I ≥ 100.000 e
  • F1 Feingewichte für Analysenwaagen/Präzisionswaagen der Eichklasse I/ II bis 100.000 e
  • F2 Prüfgewichte für Präzisionswaagen der Eichklasse II bis 30.000 e
  • M1 Präzisionsgewichte für Industrie- und Handelswaagen der Eichklasse III bis 10.000 e

Prüfmittel

Hierunter versteht man alle Einrichtungen/Messmittel, die zur Feststellung von Prüfergebnissen verwendet werden.
Qualitätswirksame Prüfmittel sind u. a. Messgeräte, Maßverkörperungen wie Prüfgewichte, Endmaße usw. Diese fallen unter die Prüfmittelüberwachung.
Prüfmittel, die zu nicht qualitätsrelevanten "Schätzzwecken" eingesetzt werden, sind Hilfsmittel. Sie fallen nicht unter die Prüfmittelüberwachung.

Prüfmittelüberwachung im QM-System in Verbindung mit den Qualitätsnormen

Eine nach einer Qualitätsnorm wie die DIN EN ISO 9001 ff. zertifizierte Organisation, z. B. ein Produktionsbetrieb, verpflichtet sich im Rahmen seines Qualitätsmanagements definierte Qualitätsstands einzuhalten. Hierzu sind genau arbeitende Messmittel zwingende Voraussetzung. Die DIN EN ISO 9001:2015-11 sagt in Kapitel 7.1.5 „Ressourcen zur Überwachung und Messung“ aus, dass Messmittel in festgelegten Abständen und vor Gebrauch zu kalibrieren sind. Die hierzu erforderlichen Messgeräte und Messnormale müssen:
- auf internationale oder nationale Normale rückgeführt sein (▸ Rückführbarkeit auf das nationale Normal)
- ihre Messunsicherheit muss bekannt sein
- sie müssen mit einer eindeutigen Identifikation gekennzeichnet sein
- die Prüfung ist zu dokumentieren
Der ▸ Kalibrierschein nach DAkkS (DKD) erfüllt alle diese Forderungen.

PTB

= Physikalisch Technische Bundesanstalt
Diese oberste Bundesbehörde mit Sitz in Braunschweig und Berlin ist zuständig für das gesetzliche Messwesen in Deutschland. Bei Waagen und Gewichten regelt sie das Eichwesen.

Buchstabe Q

Qualitätsmanagementsystem

Qualitätsmanagement-Systeme / Qualitätssicherungs-Systeme z. B. nach DIN EN ISO 9000 ff.
Diese verfolgen 3 Hauptziele
  • Verhütung von Fehlern während eines Fertigungsprozesses, damit sein bestimmungsgemäßer Gebrauch nicht beeinträchtigt wird.
  • Gewährleistung der Produktqualität, die zwei Vertragspartner vereinbart haben.
  • Stärkung des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter

Buchstabe R

Referenzgewicht beim Stückzählen

Mehrere gleiche Zählteile werden für ein exaktes Durchschnittsgewicht gemeinsam gewogen und durch die Stückzahl geteilt. Je höher die Referenzstückzahl, desto größer die Zählgenauigkeit. Meist zwischen 10 und 50 Stück.

Referenzoptimierung beim Stückzählen

Das Referenzgewicht wird im Zuge des Zählvorganges mehrmals automatisch gebildet. Steigert die Zählgenauigkeit.

Reproduzierbarkeit

= Standardabweichung
Maß der Übereinstimmung bei Wiederholungsmessungen (z. B. Waage) unter denselben Bedingungen. Meist 1 [d] oder kleiner. Qualitätsmerkmal.

Rezeptur-Level A

Getrennte Speicher für das Gewicht des Taragefäßes und der Rezeptur-Bestandteile (Netto-Total).

Rezeptur-Level B

Interner Speicher für komplette Rezepturen mit Name und Sollwert der Rezeptur-Bestandteile. Displayunterstützte Benutzerführung.

Rezeptur-Level C

Interner Speicher für komplette Rezepturen mit Name und Sollwert der Rezeptur-Bestandteile. Displayunterstützte Benutzerführung, Rückrechnungsfunktion, Multiplikations-Funktion, Barcodeerkennung.

Richtigkeit

Größte Abweichung der Gewichtsanzeige einer Waage zum Wert des jeweiligen Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich.
Linearität

Rückführbarkeit auf das nationale Normal

Voraussetzung jeder einwandfreien Messung ist der validierte lückenlose Nachweis, dass ein Messmittel auf das internationale oder nationale Normal rückgeführt ist. Die gesetzlich verbindlichen Normale befinden sich in Deutschland bei der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB).

Buchstabe S

SC-TECH

= Single-Cell-Technologie
Die Wägezelle besteht aus einem einzigen Aluminiumblock, was zu einer sehr hohen Messqualität führt.
FORCE

Schichtdicke

Die Messung von Beschichtungsstärken sind bspw. von der Lackmessung Quick-Finder Schichtdicke bei PKWs her bekannt. Tatsächlich sind diese Messungen in industriellen Anwendungen weitaus gebräuchlicher. Hier wird die Starke von Veredelungen der Oberflächen, wie Galvanisierungen, Verzinkungen etc. oder auch Lackierungen gemessen.
Grundsätzlich gibt es zwei Messprinzipien für die Bestimmung von Schichtstärken:

Typ F: Nichtmagnetische Schichten auf magnetischen Metallen, wie Eisen oder Stahl (Prinzip der magnetischen Induktion). Einige beispielhafte Materialkombinationen sind:
  1. [Aluminium, Chrom, Kupfer, Gummi, Lack] auf
  2. [Stahl, Eisen, Legierungen, magnetische Edelstähle]

Typ N: Nichtmagnetische Schichten auf nichtmagnetischen Metallen, wie Aluminium (Wirbelstrom-Prinzip). Einige beispielhafte Materialkombinationen sind:
  1. [Lack, Farbe, Emaille, Chrom, Kunststoffe] auf
  2. [Aluminium, Messing, Blech, Kupfer, Zink, Bronze]

Typ FN: Alle Schichten wie bei Typ F und N auf allen Metallen wie bei Typ F und N (Kombination aus magnetischen Induktions- und Wirbelstrom-Prinzip)

Single-Cell-Technologie

Die Wägezelle besteht aus einem einzigen Aluminiumblock, was zu einer sehr hohen Messqualität führt.
FORCE

Spitzenlastanzeige

Peak

Stand-by-Funktion

Diese Waagen werden bei Nichtgebrauch automatisch teilweise ausgeschaltet, dadurch ist beim Wiedereinschalten keine Anwärmzeit nötig.

Standardabweichung

= Reproduzierbarkeit
Maß der Übereinstimmung bei Wiederholungsmessungen (z. B. Waage) unter denselben Bedingungen. Meist 1 d oder kleiner. Qualitätsmerkmal.

Stückzählen von Einzelteilen

Man wiegt z. B. 10 gleiche Teile; die Referenzstückzahl ist 10. Nun bildet die Waage automatisch das Durchschnittsgewicht je Teil. Ab jetzt werden die zu zählenden gleichen Teile sofort in Stück angezeigt. Hier gilt: Je höher die Referenzstückzahl, desto größer die Zählgenauigkeit.

Summieren

Beliebig viele Einzelwägungen werden automatisch zu einer Gesamtsumme addiert, zum Beispiel alle Einzelwägungen einer Charge.

Buchstabe T

T-FORK

= Stimmgabelprinzip
Ein Resonanzkörper (Stimmgabel = Tuning Fork) wird durch eine elektromagnetische Anregung in Schwingung versetzt. Die Messwertermittlung erfolgt über die Änderung der Frequenz, welche der Last des zu messenden Gewichts auf der Waagschale entspricht.

Tara subtraktiv

Der verfügbare Wägebereich jeder elektronischen Waage wird um die Tara verkleinert. Beispiel: Wägebereich einer Waage Max 6000 g, Tara (= Behälter) 470 g, noch verfügbarer Wägebereich 5530 g.

Taravorabzug

➔ Tarieren, automatisch

Tarieren automatisch

Beim Aufsetzten des Tarabehälters zeigt die Waage sofort Null - spart Zeit.

Tierwägeprogramm

Bei unruhigen Wägebedingungen wird durch Mittelwertbildung ein stabiler Wägewert errechnet
➔ Erschütterungsfreies Wägen

Toleranzkontrollen

Obere und untere Grenzwerte werden individuell programmiert. Grenzwerteingabe in Gramm, Stück oder % üblich. Bei Toleranzkontrollen wie Dosieren, Portionieren oder Sortieren zeigt die Waage die Über- oder Unterschreitung der Grenzwerte an.
Wägen mit Toleranzbereichen

Buchstabe U

USP Mindesteinwaage

Die USP Mindesteinwaage (Minimum Sample Weight) ist ein Maß für die kleinste erlaubte Mindesteinwaage gemäß USP (United States Pharmacopeia). Die USP ist das Pendant zum deutschen Arzneibuch und enthält in Kapitel 41 auch Anforderungen für die Eignung der Waage.
Neben der absoluten Anzeigegenauigkeit (z.B. bei Max) ist hier auch eine Grenze für den maximalen relativen Fehler durch die Wiederholbarkeit der Waage spezifiziert. Diese darf mit einem Sicherheitsfaktor von 2 nicht mehr als 0,1% der Einwaage betragen. Die Wiederholbarkeit ist in der Regel über den Wägebereich unveränderlich, der relative Fehler steigt somit mit abnehmender Einwaage. Dadurch gibt es ein kleinstes Gewicht, was noch korrekt eingewogen werden kann. Gerade im Pharmabereich sind diese kleinen Einwaagen häufig.
Damit der Kunde die Eignung einer Waage für seinen Anwendungsfall prüfen kann, gibt KERN die zu erwartende USP Mindesteinwaage durch auf Basis der Herstellertoleranzgrenze für die Wiederholbarkeit (Standardabweichung) an. Die Angaben sind dadurch meist etwas höher als die typischen Werte für die Mindesteinwaage eines Modells.

Buchstabe V

Validierung

Dokumentierter Nachweis, dass ein Prozess oder Verfahren mit hoher Sicherheit geeignet ist, eine spezifische Aufgabe zu erfüllen.

Verifizierung

Dokumentierter Nachweis, dass eine festgelegte Anforderung erfüllt ist.

Verkehrsfehlergrenzen

Erlaubte Toleranz (nach Plus und Minus) von eichpflichtigen Messgeräten bei ihrer Verwendung innerhalb der Eichgültigkeitsdauer. Diese Toleranz beträgt das Doppelte der Eichfehlergrenze, sofern im Eichgesetz nichts anderes festgelegt ist. ➔ Nacheichung von Waagen und Gewichtstücken

Verwendungsgenauigkeit

Zuschlag zur Messunsicherheit beim praktischen Einsatz einer Waage. Ist in der Anlage zum DAkkS-(DKD-)Kalibrierschein angegeben.

Vor Ort Kalibrierung

Die "Vor Ort Kalibrierung" ermöglicht Ihnen die Installation, Justage und Kalibrierung Ihrer Waage/n durch unsere Servicetechniker direkt am Aufstellort. Dieser Service wird aus messtechnischer Sicht empfohlen und bietet Ihnen unter anderem folgende Vorteile:
  • Installation, Justage und Kalibrierung im Verwendungsumfeld
  • Geräteeinweisung durch unsere Spezialisten
  • Minimierung der Messunsicherheit und Gewährleistung der Prozessgenauigkeit streng nach Richtlinie EURAMET cg-18
  • Geringe Ausfallzeiten
  • Markenunabhängige (Re-)Kalibrierung, Wartung und Justage
  • Eichvorbereitung
  • Weitere Zusatzleistungen wie Geräteschulung, Mindesteinwaage etc. möglich
Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne auch unter der Telefonnummer +49 7433 9933 400 oder per Mail an testservices-onsite@kern-sohn.com

Buchstabe W

Wägebereich [Max]

Arbeitsbereich der Waage. Die Waage ist bis zum angegebenen Gewichtswert als obere Grenze belastbar.

Wägen mit Toleranzbereich

= Checkweighing
Obere und untere Grenzwerte werden individuell programmiert. Grenzwerteingabe in Gramm, Stück oder % üblich. Bei Toleranzkontrollen wie Dosieren, Portionieren, Sortieren, Fill-to-target, Klassifizieren zeigt die Waage die Über- oder Unterschreitung der Grenzwerte an.
siehe Piktogramm "Wägen mit Toleranzbereich".
Wägen mit Toleranzbereich (Checkweighing): Oberer und unterer Grenzwert programmierbar, z. B. beim Dosieren und Sortieren.

Wanddicke

Immer dann, wenn die Wände von Messobjekten für traditionelle Messschieber nicht zugänglich sind, kommt Messtechnik auf Ultraschallbasis zum Einsatz.
Diese Messung basiert auf folgendem Prinzip: Ultraschallwellen werden auf einer Seite des zu messenden Materials eingeleitet. Sie bewegen sich mit einer definierten Geschwindigkeit durch das Material hindurch und werden an der anderen Seite reflektiert. Das Messgerät misst die hierfür benötigte Zeit und berechnet daraus die Dicke des Materials.
So werden z. B. Wanddicken von Schiffsrümpfen, Rohren, Kesseln und Komponenten in Anlagen oder Maschinen bestimmt.
Messbar per Ultraschallmesstechnik sind alle harten und homogenen Materialien, wie Metall, Glas und harte Kunststoffe. Mit dieser Methode nicht zu messen sind Materialien wie z. B. Beton, Beton, Asphalt oder Holz.

Windschutz

Schutzvorrichtung gegen störende Luftbewegungen bei sehr genauen Wägungen. Notwendig bei Analysen- und Präzisionswaagen mit Ablesbarkeit [d] ≤ 1 mg.

Buchstabe Z

Zähl-Optimierung

➔ Referenz-Optimierung

Zählauflösung

Die Zählauflösung in Punkten wird errechnet aus dem Quotient von Wägebereich [Max] durch kleinstes Teilegewicht. Sie ist eine Aussage für die Zählgenauigkeit.

Zählen von Einzelteilen

Ermittlung einer Stückzahl durch Wiegen. Möglich, wenn die Zählteile etwa gleich schwer sind. Hierzu ist das Referenzgewicht zu ermitteln, anschließend werden die Zählteile gewogen. Bei Zählwaagen werden die eingewogenen Teile direkt in Stück angezeigt.
Jede Zählwaage kann von Zählen auf Wiegen umgeschaltet werden.

Zertifikat

Schriftliche Bestätigung einer nach einer definierten Anforderung erbrachten Leistung.
Dies kann u. a. neben einer messtechnischen Aussage auch ein ISO-Werkszertifikat, oder eine sonstige nachhaltige Bestätigung sein.
Im Eichwesen dagegen erhält man einen Eichschein und im DKD/DAkkS einen Kalibrierschein. Der Begriff Zertifikat ist hier nicht üblich.

Zulässige Umgebungstemperatur

Bei der Verwendung von Waagen außerhalb des angegebenen, zulässigen Umgebungstemperaturbereichs sind Messfehler möglich. Sie ist bei geeichten Waagen auf dem Kennzeichnungsschild angegeben.

Zweibereichswaage

Der gesamte Wägebereich einer Waage ist unterteilt und beginnt mit Ablesbarkeit d1. Nach Verlassen dieses Feinbereichs ist die Ablesbarkeit d2, meist 2 x d1. Die Umschaltung erfolgt automatisch.